GirlsDay ist Diskriminierung!

Ich bin ein Mädchen, dass dürfte inzwischen hier jeder wissen. Und als solches habe ich den GirlsDay zu lieben – oder?
Der GirlsDay ist eine Veranstaltung, bei der – wie schon der Name sagt –  Mädchen, und NUR Mädchen, in Betrieben der Umgebung eine Art „Schnuppertag“ machen dürfen.
Als das bei und in Gerstungen an der Schule vorgestellt wurde, fragten die Jungs, ob es denn auch einen „BoysDay“ gäbe. Ja, gäbe es wohl, wäre aber längst nicht so groß, es nähmen weniger Betriebe und Schulen daran teil.
Schade, meinten sie. Und ich konnte sie verstehen.
Seit dem Anfang des 20 Jahrhunderts,  seit der Suffragetten- Bewegung in England, wurde nach und nach fast überall für Frauenwahlrechte, Bildungsrechte, also die Gleichberechtigung der Frau gekämpft, größtenteils natürlich von Frauen.
Und in Deutschland haben wir es in etwa einem Jahrhundert geschafft, eine Frau an die Spitze der Regierung zu wählen.
Brauchen wir da wirklich noch Veranstaltungen, die der Diskriminierung von Frauen entgegenwirken? Ist es nicht eher eine Diskriminierung für Jungen, weil ihnen diese Fördermaßnahme nicht angeboten wird?

Sagen wir’s mal so: Ich fühle mich nicht diskriminiert in der heutigen Gesellschaft, ich fühle mich eher beleidigt, wenn mir irgendjemand mit der Tour des Ach-Du-Armes-Kleines-Mädchen-Du-Bist-Ja-Sooo-Diskriminiert-Von-Den-Großen-Bösen-Jungs kommt, dass ich lieber sage: Mein lieber Wasweißich, nur weil ich ein Mädchen bin, heißt das noch lange nicht, dass ich weniger Willenskraft und Selbstvertrauen als Jungs habe. Ich finde, ich bin genauso fähig, meinen Beruf auszuwählen ohne x-beliebig-viele Veranstaltungen, die mir helfen sollen, herauszufinden, was ich WIRKLICH gerne mache, und das muss dann nicht unbedingt die Technik sein.

Natürlich, ich sehe ein: es ist noch nicht lange her, da war so etwas tatsächlich noch nötig. Weil man als Mädchen eben schon überdurchschnittlich viel an Können, Selbstbewusstsein und Energie brauchte, um in einem Beruf nennenswert weit zu kommen.
So zum Beispiel meine Oma. Oma war Ärztin, und das zu einer Zeit, in der Frauen noch nicht lange studieren durften. Zu dieser Zeit gab es nur wenige  Studentinnen und noch weniger Ärztinnen, eher die obligatorische Krankenschwester, die aber dafür nicht verheiratet war. Als in dem Krankenhaus, in dem meine Oma arbeitete, der Oberarztposten neu besetzt werden sollte, hätte sie als ehemalige Assistentin des vorherigen Oberarztes die Oberärztin werden müssen, das Können und Wissen dazu hatte sie allemal. Wurde sie aber nicht. Und warum?
Ein paar Wochen vorher fing junger Arzt dort an, der zwar viel konnte, aber noch lange nicht die Fähigkeiten meiner Oma hatte. Trotzdem wurde er der neue  Oberarzt.  Eine Frau sollte eben keine Abteilung leiten.
Oma kündigte vor Wut – und eröffnete ihre eigene Praxis, die es auch heute noch gibt, und von ihrer Nachfolgerin betrieben wird.
Dabei hatte Oma viel an Können, Selbstbewusstsein und Energie. Mehr als durchschnittliche Frauen zu dieser Zeit. Trotzdem hat es nicht gereicht.

Vor ein paar Jahrzehnten also, vor gar nicht allzu langer Zeit, wäre solch ein GirlsDay angemessen und nötig gewesen.
Aber heutzutage kann man als Frau genauso viel erreichen wie ein Mann, finde ich. Natürlich nur, wenn man nicht gleich bei der ersten Hürde aufgibt.

Ein schönes Beispiel dafür ist Frau Merkel, unsere Bundeskanzlerin. Sie ist meiner Meinung nach nicht die Beste, was aber nicht daran liegt, dass sie eine Frau ist.
Ihre Aktion in Griechenland, um nur eines zu nennen, fand ich blöd von ihr. Griechenland hat viele Schulden, unter anderem in Deutschland. Außerdem hat Griechenland in Deutschland U-Boote bestellt, fragen Sie mich bitte nicht wieso. Die U-Boote sind zum größten Teil noch nicht fertig.
Jedenfalls hat Frau Merkel das Geld von den Schlecht- und Mittelverdienern genommen, eingeschnürt, und als Schuldenpaket zu den Griechen geschickt, die es zurück nach Deutschland an die reichen U-Boot-Hersteller geschickt haben. Da hätte die Merkel auch gleich sagen können: „Leute, ihr wollt doch alle den Reichen dieses Landes bestimmt noch ein wenig mehr Geld geben? Jaa, dann machen wir das doch gleich, und zwar getarnt als „Schuldenpaket“ an die Griechen!“
Ein paar Verhandlungen, und die Hersteller der U-Boote hätten sicherlich gesagt, schon, um ihren Ruf nicht zu ruinieren: „Jaa, also…wir lösen den Vertrag auf, die fertigen U-Boote werden bezahlt, der Rest wird erlassen und die Produktion abgebrochen, damit haben wir im Sinne des internationalen Friedens-Bla-Bla gehandelt und einen Großteil der Schulden Griechenlands getilgt (Was uns hoffentlich auch irgendwas einbringt, seufz)!“
Und selbst wenn es nicht geklappt hätte: einen Versuch wäre es wert gewesen.
Aber ich bin sicher: Auch Männer bringen solche merkwürdigen Dinge fertig.
Frau Merkel ist vielleicht nicht die beste Kanzlerin, die wir haben könnten, aber um dahin zu gelangen, wo sie jetzt ist, muss sie viel Durchsetz
ungsvermögen mit an den Tag gebracht haben. Und wahrscheinlich hat sie auch nicht einen Tag lang auf armes, verängstigtes Mädel gemacht, in der Hoffnung, dass alle ihr helfen wollen.

Man hört auch immer wieder von Frauen, die in ihrem Beruf sehr weit gekommen sind: Beispiele wären Meg Whitman, die Geschäftsführerin von Ebay oder Arianna Huffington, die Mitbegründerin und Chefredakteurin der Online-Zeitung „the Huffington Post“.

Ich bin mir sicher, dass alle diese Frauen viel Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen hatten, um so weit zu kommen.

Aber wie wäre es gelaufen, hätten sie dieses Selbstbewusstsein nicht gehabt?

Denken wir uns einmal in die Situation einer Schleckerverkäuferin – meinetwegen Frau Schmidt – hinein, die aus einer patriarchalischen Familie kommt. Schon seit ihrer frühesten Kindheit wurde ihr eingebläut, dass man als Frau im Leben nichts erreicht.

Der Vater sagte: Die Frau ist von Natur aus dem Mann untergeordnet, sie ist zu schwach, sich in einer Führungsposition behaupten zu können. Daher sollten möglichst alle Frauen zu Hause am Herd stehen, sich um die Kinder kümmern und dem Mann gehorchen.
Die Mutter sagte: In dieser von Männern regierten Welt kann eine Frau es zu nichts bringen, jeder Versuch, sich zu behaupten, wird von den Männern, die überzeugt davon sind, dass Frauen nichts leisten können, niedergeschlagen.
Frauen, die erfolgreich waren, sind als absolute Ausnahme zu betrachten.

In der Filiale von Frau Schmidt wird nun die stelle des Filialleiters frei. Eigentlich müsste Frau Schmidt die stelle bekommen, da sie am längsten in der Filiale tätig war, trotzdem wird ihr ein junger Mann von außerhalb vorgezogen.

Frau Schmidt erkundigt sich bei dem alten Geschäftsführer nach dem Grund, er meint zu ihr: “ Ich habe lange darüber nachgedacht, sie als Filialleiterin zu nehmen, doch schlussendlich bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass Sie für diesen Job ein zu weiches Herz haben. Ein Filialleiter muss der Belegschaft eben auch schlechte Nachrichten überbringen können. Außerdem hätten Sie aufgrund ihrer Vertrautheit mit den weiteren Mitarbeitern Probleme, sich durchzusetzen. Daher habe ich jemanden von außerhalb vorgezogen.“

Frau Schmidt denkt sich nun wahrscheinlich: Mama hatte Recht, als Frau werde ich es tatsächlich nie zu etwas bringen können, da jeder Versuch von Männern erstickt wird.“

Aber was ist, wenn Frau Schmidt tatsächlich einfach zu weichherzig und mit der Belegschaft zu vertraut ist?

Wenn sie sich die Weichherzigkeit austreiben und es in einer anderen Filiale versuchen würde, würde sie vermutlich genommen werden. Nicht zuletzt wegen ihrer langjährigen Erfahrung die sie sämtlichen engagierten, aber vor allem jungen Männern voraus hat.

Aber sie wird es nicht einmal versuchen, weil ihr das nötige Selbstbewusstsein fehlt, welches die oben genannten Damen ausstattet.

Doch solch ein Selbstbewusstsein erlangt man meiner Meinung nach nicht, indem man von allem und jedem unterstützt wird, indem man an was-weiß-ich wie vielen Veranstaltungen, Kursen, womöglich auch noch Selbsterfahrungsgruppen (Schauder!) mitmacht.
Denn was macht man, wenn man mal etwas ohne Hilfe von Staat und Feministinnen schaffen muss?
Wenn man im Beruf einfach ohne jegliche Sonderbehandlung beurteilt wird?Und abgewiesen wird, wenn ein Mann schlicht und einfach besser geeignet ist?

Nein! Dieses dringend benötigte Selbstvertrauen gewinnt man meiner Meinung nach viel eher, indem man in der Schule, Zuhause und in der Freizeit einfach genauso behandelt wird, wie die Jungs. Denn dann lernt man: Alles was er schafft, kann ich auch schaffen – wenn ich genauso gut bin. Wenn er besser ist als ich, dann wird er besser bewertet. Wenn er schlechter ist, werde ich besser bewertet. Und nicht: Er wird sowieso immer besser bewertet, egal, wie gut ich bin. Oder: Ohne Unterstützung von Staat und Feministinnen schaffe ich es nicht, genauso gut zu werden.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich strikt gegen getrennten Sportunterricht bin. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

Handy sicher!

Ein praktisches Versteck ;))

Ein praktisches Versteck ;))

Jeder Jugendliche hat sein Handy in der Schule dabei, die meisten haben es auch an. Das ist eine allgemein bekannte Tatsache, die bloß die Lehrer meistens  nicht wahrhaben wollen.
Aber wenn das Handy dann doch mal entdeckt wird? Dann ist es erstmal weg. Zumindest dann, wenn es eingeschaltet ist.
Das hat natürlich zur Folge, dass Jugendliche ihre Handys immer besser verstecken müssen, und gerade bei Mädchen gibt es da einen ausgezeichneten Aufenthaltsort: Der BH.

Für den BH als Handystätte spricht:

  • fällt nicht auf
  • Lehrer kontrollieren garantiert nicht, und wenn doch, dann schnautzt    man sie berechtigterweise an
  • Diebstahlsicher: wenn jemand versucht, das Ding zu klauen, kriegt man`s  garantiert mit
  • Und man bekommt jedem Anruf mit, da man den Vibrationsalarm mit Sicherheit merkt

Und wer sein Handy im Unterricht nicht ständig benutzt, der wird feststellen, dass es wirklich ein idealer Ort ist. Natürlich kann man auch andere Dinge dort verstecken:  Ich weiß beispielsweise, dass meine beste Freundin, wenn sie sich Zigaretten von ihrem Vater klaut (der sie im Heizungskeller versteckt, damit die liebe Tochter sie nicht findet…) diese immer in ihrem Ausschnitt zwischenlagert, um sie ungesehen ins Zimmer oder nach draussen zu transportieren.